Nachdem wir vor vier Wochen auf den queeren Highway eingebogen sind, verlassen wir nun den Asphalt und gehen ins Gelände. Kae Tempest zeigt auf, dass es in der Mitte des Schwarms zwar vertraut, warm und sicher sein mag, die Abenteuer aber an den Rändern und Übergängen stattfinden. Erst war mir sein Essay “Verbundensein” eine einzige wilde Fahrt über Goose Bump und Goose Bump. Und dann kam dieses Album in einem Flow wie eine gefrorene Fahrbahn.
Hey Friends, diesen Monat war ich sowas von hin- und hergerissen. Ich war nach meinem Abstecher in den (queeren) Deutschrap tempted ein ebensolches Album zu posten. Aber wir oder ich sind noch nicht soweit. Also biegen wir doch mit John Grant immerhin mal in den queeren Pop ab, oder ist das noch Pop oder doch schon zu sperrig. Wie dem auch sei, I love it. Ich lach immer wieder mal laut, wenn er auf meine Headphones spielt und die Leute schauen gecringt. Fuck you, you and Hitler oughta get together. Here we go.
Liebe Freund:innen, Vergangener Monat stritten gleich drei Alben um die Vorreiterinnenrolle. Einerseits habe ich’s dann doch bereut, nicht das neueste Album von CocoRosie empfohlen zu haben, ein leckeres Quirky mit süsser Glasur Pop. Über das zweite will ich (noch) nichts sagen, empfehlen will ich erstmal das wunderbare letzte Album von Cat Power, vor einer Weile gekonnt auf die Bühne gebracht. Authentische, kraftvolle, zärtlich reduzierte Songs mit viel stimmlicher Frauenpower und einem Duett mit Lana del Rey¹, das zeigt, wie viel Wertschätzung sie auch in einer Generation nach ihr geniesst. Viel Spass, Moritz
ⁱ Apropos Lana del Rey: Der grossartige Chilly Gonzales erklärt in seiner Sendung “Music’s cool” was es musiktheoretisch mit dem Zauber ihrer Kompositionen auf sich hat. Leider nur auf Apple Music:
Friends, ihr kennt das bestimmt auch. Da entdeckt ihr ein neues Album einer Band, die ihr vor Jahrzehnten kennenlernen durftet und denkt euch, “da war doch dieses bezaubernde Album!” Genau so erging es mir mit CocoRosie. Ihr Grey Oceans bettet mein Herz mit seiner queeren Quirkiness noch immer auf pinken Samt. Let it blossom, Moritz
P.S. Genug der Retrospective? Here you go mit dem Best-Of unsrer Pride-Walk-Playlist, wer gerne über 1½ Stunden Federboa schwingt, DMt mich:
Hey! Wir bleiben in Deutschland. Diesmal mit tightem Bass und juicy Rhymes. Fuffifuzich. Viel Attitude. Mal Cloud Rap, mal EDM. Bisschen Punk, bisschen Liebesbiss. Sicher fresh. Have fun.
Hallo allerseits. Was kommt zu Pride Month und Frauenstreik gelegener als ein Album, das sich anhört wie neue Neue Deutsche Welle (gibt’s sowas?) mit Themen der dritten, feministischen Welle (gibt’s!). Für alle, die den Scheiss von Technofaschisten, Manosphere und Trad Wifes nicht mehr hören können und lieber Zeilen über die Blessuren des Social-Media-Zeitalters singen. Oder sich einfach gerne an Nena und Nina Hagen erinnern. Viel Spass und - kotzt TV! (Heute YouTube.)
Aus aktuellem Anlass zwischendurch: Von Aldous Harding, die ich letzten Juli empfohlen habe, ist ein neues Album erschienen, dass sich ebenso lohnt wie alle anderen. Vielleicht eine Gelegenheit auf sie zurückzukommen? Cheerio, Moritz
Liebe Freunde. Tatsächlich hätte ich vor lauter Ferien vergessen, euch ein Album auszusuchen. Zum Glück kam’s anders und ich darf euch ein Album vorstellen, dass sich auch nach vier Jahren jedes Mal anhört, wie nach Hause kommen. Von den 20 Tracks haben 20 einen Stern, in Prozenten ein Rekord. Viel Spass, Moritz
Sali zäme. Tatsächlich habe ich mir überlegt, ob dieses Jahr nicht “Welcome ladies!” heissen sollte und mich für das wunderbare Album “Lemons, Limes and Orchids” von Joan as a Policewoman entschieden. Der Titel passt, ihr Repertoire oszilliert zwischen frischem Pop und blumigen Jazzklängen, getragen von ihrem herzerwärmenden Timbre und einer Band, die mit soviel Spiellust auftritt, dass man sie bei Liveauftritten umarmen möchte. Apropos “Welcome ladies!”: Vor einer Woche kam dann ein Album um die Ecke, das… vielleicht doch eher “Sorry dudes!”, aber dazu ein nächstes Mal mehr. Viel Spass und frohe Feiertage, Moritz
Schönen guten Morgen, liebe Freunde. Diesmal war’ s besonders leicht und selbst für mich eine Überraschung. Das Album “La symphonie des éclairs” von Zaho de Sagazan hat mir Andy kurz nach dem letzten Post geschickt und mit seiner gekonnten Mischung aus Chanson, französischem Pop und EDM hat er voll ins Schwarze getroffen. Der Play Count steht in nur drei Wochen auf zwölf. Lasst die Sonne rein, herzlich Moritz
Liebe Freund:innen. Diesmal fiel mir die Wahl besonders leicht und auf Spira von Daniela Pes. Luisa hat sie im Line-Up von Le Guess Who entdeckt und vom Fleck weg lief das Album über Wochen ununterbrochen. Nicht nur aufgrund von Musik und Stimme, auch die spartanische Instrumentalisierung und nicht zuletzt die Sprache sind mir ein Faszinosum der besonderen Art. Bis heute konnten mir weder Wikipedia noch Chatbots sagen, in welcher Sprache die aus Sardinien stammende Künstlerin singt – was nahe legt, dass es sich um eine selbst geschaffene Kunstsprache handelt. So, genug Worte. Viel Spass beim Eintauchen und bis im März, Moritz
Ein schönes neues Jahr euch allen. Für den Januar das neuste Album von Midlake, die mich immer wieder von weiten Landschaften träumen lassen und mit The Trials of Van Occupanther zu Tränen rühren. Auf und davon!
Irgendwann mussten sie kommen, ist es doch die Band mit den meisten Alben – zumindest in meiner Mediathek – und eins ist besser als das andere. Neben meinem Dauerbrenner von 1995 ist letztes Jahr Soft Tissue erschienen. Ich denke, es gibt dem Titel wenig hinzuzufügen. Alors:
Liebe Leute. Für den November ein Album einer meiner Lieblingsmusiker überhaupt: Sufjan Stevens ist seit seinem ersten Album ein treuer Begleiter. Nach seinem Ausflug ins (allzu?) Experimentelle ist er 2023 zu seinen Wurzeln als Singer-Songwriter zurückgekehrt und hat mit Javelin ein Album vorgelegt, dass an die verspielte Zärtlichkeit von Carrie & Lowell anzuknüpfen scheint. Ich hoffe, es schenkt auch euch ab und zu ein melancholisch verzücktes Lächeln. Liebste Grüsse, Moritz
Schönen, guten Abend allerseits. Diesmal der bezaubernde Perfume Genius. Für einenmal rockiger als auch schon. Nice. Damit sei nicht gesagt, dass er weniger rockig, weniger bezaubernd wäre. Oh nein. Nun gut: Ich wünsch viel Freude!
Allright folks, es ist wieder so weit. Diesmal ein Album, dass ich erst 9 Jahre nach seinem Erscheinen entdeckt habe und dachte, “WTF! Weshalb erst jetzt?!” Benjamin Clementine erinnert an Nina Simone, dann ANOHNI und schliesslich Eric Satie. Alles Künstler:innen, die mich schon lange begleiten. Und hoffentlich bald auch euch. Ah et voilà:
Sali zäme. Schon wieder ein Monat um und so manche:r wohl auf Reisen. Deshalb diesmal auch ein Album, das auf einer Reise und mit deren Klanglandschaften entstanden ist. Die Extended-Version bei Apple Music erlaubt sogar filmische Einblicke in die Entstehungsgeschichte. Viel Spass, geniesst den Sommer und bis in einem Monat, Moritz
Hello, es ist wieder soweit. Diesmal ist es eine Künstlerin, die durch ihre mehreren Stimmen, ja schon fast Persönlichkeiten, auffällt . Sie hat zwar ein aktuelleres Album, aber Designer ist von Aldous Harding noch immer mein allerliebstes (nur ein Mü vor Party). Habt’s schön, Moritz
Sali zäme! Zuweilen gibt es Album in meiner Sammlung, das erneut aufblüht und mich für Wochen in Bann zieht, als wäre erst gestern gewesen. Diesmal Seeds von TV on the Radio. Habt Spass, Moritz
Brothers and Sisters! Zu Beginn dieser Reihe hatte ich noch befürchtet, dass ich jeden Monat nach einem Album suchen müsste, nun habe ich schon eine Liste fürs ganze Jahr und die Frage ist eher, welches Album zu welcher Jahreszeit passt. Deshalb diesmal ein Album, das sich gut für einem Kofferradio beim ersten Frühsommer-Picknick eignet und sich anhört, als käme es frisch aus den Motown Studios. Viel Spass, Moritz
Schönen guten Abend, es ist wieder soweit. Wie versprochen, diesmal ein Album mit viel Tiefgang und einer Stimme, die mich auch nach Jahren erschauern lässt. Nach meinem Empfinden schliesst es an eines meiner liebsten Album überhaupt an, 2002 in Zusammenarbeit mit Rustin Man eingespielt. Frohes Herzerweichen, Moritz
Schönen guten Abend allerseits. Ich hatte für den Februar ein Album mit wenig Elektronik und mehr Weltschmerz im Sinn. Angesichts des sonnigen Frühlingstags muss das nun warten. Dafür kommt ein Album mit viel bunt sprühendem Glitzer, zu dem sich hüpfen lässt wie ein Gummiball. Habt Spass!
Sali zäme. Ich hoffe, ihr seid wohl und frohen Mutes. Willkommen bei meiner Reihe “Album of the Month”. Wir starten mit tanzbarer Neoklassik:
Hello. Für alle, denen Two Lanes gefallen hat, hier noch ein kleines Mixtape mit Tracks verwandter Künstler:innen. Viel Spass, Moritz
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